Elektronischer Sport, besser bekannt als eSport, ist nichts anderes wie ein Multiplayer-Modus von Computerspielen. Die Fähigkeiten an die Spieler mitbringen muss sind von Spiel zu Spiel unterschiedlich, wie zum Beispiel die Hand-Augen-Koordination, das Durchhaltevermögen oder die Reaktionsgeschwindigkeit. Zu dieser motorischen Sichtweise kommt dann noch der geistige Standpunkt, wie das räumliches Orientierungsvermögen, die Spielübersicht, das Spielverständnis und zu guter letzt vorausschauendes und logisches Denken. In Ländern wie Brasilien oder China wird der Esport groß geschrieben und zählt dort auch zu sportlichen Aktivitäten. Leider wird dies hier zu Lande nicht als Sport angesehen.
Als Vorgänger galten Highscore-Tabellen, die bereits in Arcade-Spielen eingesetzt wurden. Am 9.Februar 1982 brachte Walter Day das Twin Galaxies National Scoreboard, welches über 100 Spiele involvierten. 1983 wurde das U.S. National Video Game Team ins Leben berufen. Es war das erste professionelle Gamingteam. Zur 1990 stattfindenden Weltmeisterschaft seitens Nintendo, wurde Goldene Module hergestellt, welche die Gewinner bekommen sollten. Thor Aackerlund gewann diese und wird seitdem Nintendo Powerfest 1990 genannt. In den 90er-Jahren wurden weitere Events und Weltmeisterschaften ausgespielt. Teilnehmer waren dort die USA, Kanada, Großbritanien , Australien und Chile. Im Jahre 1994 wurden diese auf dem Super Nintendo und dem Sega Mega Drive ausgespielt.
Wettkampfspiele waren NBA Jam, Sonic the Hedgehog 3, Teenage Mutant Ninja Turtles: Tournament Fighters, ClayFighter und Virtua Racing.
Heute ist sowohl in Europa als auch in Nordamerika Counterstrike das beherrschende Spiel. Die Koreaner nehmen dagegen lieber das Strategiespiel StarCraft. Neben den beiden Games genießen Warcraft III und Quake III, bzw. Quake IV einen großen Beliebtheitsbonus. In Deutschland wird vor allem auf Fußball- und Rennspiele gesetzt, wie zum Beispiel FIFA oder Pro Evolution Soccer auf der einen Seite, auf der anderen für Rennsportfans Need for Speed und Live for Speed, welche im eSports sehr anerkannt sind. In Südkorea arbeiten ungefähr 200.000 Personen im Bereich des eSports, rund 10 Millionen verfolgen diesen. Zu StarCraft Finals trauen sich 100.000 Zuschauer und Fans. In Deutschland kommen ungefähr 5.000 Besucher zu den ESL Pro-Series Finals. 40.000 verfolgen diese von zu Hause aus. Computerfremden Sponsoren wie Adidas, Kappa und Pepsi wagen immer mehr Unternehmen den Schritt in den eSport wie die Marktketten Pizza Hut und Burger King oder Peugeot.
Leute die den eSport professionell ausfechten, werden Progamer oder Pro-Gamer genannt. Einer der ersten davon war Dennis "Tresh" Fong, welcher Quakeworld und Quake II spielte. Die berühmtesten Spieler waren der Südkoreaner Lim Yo Hwan für StarCraft und der US-Amerikaner Johnathan "Fatal1ty" Wendel. Lim Yo Hwan hat mittlerweile über 600.000 Fans. Der niederländische Painkiller-Spieler Sander "Vo0" Kaasjager verdiente allein 2005 Preisgelder in Höhe von circa 250.000 US Dollar.
Auf einer Seite fördern die vielen Events den eSport aber natürlich wird dieser auch durch die Zahlreichen Top-Spieler angekurbelt. Die größten Events sind mit Abstand die Intel Extreme Masters, die World Cyber Games, der Electronic Sports World Cup und die KODE5 im Europäischen Bereich. In Korea sind dies die GameStar-League, die BroodWar Clan League, die WGTour Clan League und natürlich auch hier die World Cyber Games. Die Seiten der Spieler vertreten Leute wie Madfrog, Moon oder der Niederländer Manuel „Grubby“ Schenkhuizen für StarCraft bzw. WarCraft III. Im Bereich Counterstrike wird wohl jeder die ehemaligen SK Schweden Spieler HeatoN und SpawN kennen, im deutschen Gebiet waren dies eher andere Talente, wie der AWP favorisierende Jonas „Johnny.R“ Bollack oder David „CHEF-KOCH“ Nagel, vielleicht kennen die ein oder anderen auch die Spieler Christian „Blizzard“ Chmiel oder Franz „gore“ Burghardt, welche allesamt schon unzählig viele Preise gewonnen, und viel für den eSport getan haben. Für FIFA gibt es da eher weniger Förderer, aber eigentlich dürfte man die Schellhase-Twins Daniel und Dennis, im Internet unter den Nicks hero und styla besser bekannt. Die beiden erarbeiteten viel für das Segment FIFA unter SK Gaming. Die wohl berühmtesten Clans sind heutzutage sowohl deutsche wie etwa mousesports oder Team Alternate, als auch andere wie schon mal erwähnt das Schroet Kommando, teils deutsch und teils schwedisch, oder Meet your Makers, Made in Brazil, oder mTw mit ihrem deutschen und dänischen CS Team.




















